Tag des offenen Denkmals

Am zweiten Sonntag des Septembers ist der Tag des offenen Denkmals. Viele Denkmäler öffnen dann ihre Tore und erfreuen das Publikum mit besonderen Aktionen.
Auch in Breidings Garten tummelten sich viele interessierte Menschen. Die historische Parkanlage ist immer einen Besuch wert. Aber auch einen Blick in die alte Villa zu werfen, war für viele sehr reizvoll. Sie ist im Moment eingerüstet und im Umbau. Aber der noch nicht renovierte alte Gartensaal mit dem großen Familientisch verströmt noch den Geist der Gründerzeit. Herr Rüdiger Röders-Arnold als Familienmitglied der ehemaligen Erbauer weiß immer wieder mit vielen Anekdoten über die Geschichte der Familie und der Villa zu berichten.
Auf der großen Wiese vor dem Haus vergnügten sich bei schönstem Wetter viele  Besucher mit Kaffee und Kuchen und Livemusik mit Mons Born & Friends.
Für die Kinder gab es einen Märchenspaziergang mit Frauke van Ginneken.

Vielen Dank an all die vielen freiwilligen Helfer, die solch einen schönen Tag erst möglich machen.

 

Führung durch die Ausstellung

Am Sonntag, 26.8.2018 kamen die Besucher des Parks in den Genuss einer besonderen Führung. Der Bildhauer HAWOLI spazierte gemeinsam mit dem Literaturwissenschaftler Dr. Mario Fuhse durch die bis jetzt sehr erfolgreiche Skulpturenausstellung  in Breidings Garten.  Dr. Mario Fuhse, der auch die Texte in dem zur Ausstellung erschienenen Katalog verfasst hat, trug seine Texte direkt an den Kunstwerken vor. Ergänzend dazu  erläuterte HAWOLI seine künstlerische Arbeit. Es gab interessante Einblicke in das Wirken und zusammenwirken beider Künstler.

 

Schlosstheater in Breidings Garten

Endlich passte wieder einmal alles zusammen: Das Wetter, das Theaterstück, die Zuschauer und die Umgebung an diesem wunderschönen Sommerabend in Breidings Garten.
Ein „Abschiedsdinner“ war vom Schlosstheater Celle angekündigt worden. Ein feinsinniges Stück über den Sinn und Unsinn von Beziehungen und Freundschaften. Witzig und scharfzüngig vorgetragen von den drei Akteuren Johann Schibli als Verleger Pierre, Tanja Kübler als seine mondäne Ehefrau Clotilde und Armin Köstler als Antoine, ein Jugendfreund von Pierre. Dieser weiß zunächst nicht, warum er von dem Paar eingeladen wurde. Erst mit der Zeit ahnt er, dass die beiden sich mit diesem Dinner von ihm verabschieden wollen. Zuerst zutiefst verletzt greift der reichlich überspannte Jugendfreund zu erstaunlichen Mitteln, um die Freundschaft zu retten. Rollen- und Kleidertausch führen zu unglaublich komischen Szenen, die aber nie in Klamauk ausarten. Im Gegenteil, sie ermöglichen offene und ehrliche Äußerungen, wie das Gegenüber erlebt und manchmal auch ausgehalten werden musste. Dadurch gelingt schlussendlich auch der Neuanfang einer Freundschaft, die sich über Jahre totgelaufen hatte. Zumindest gelingt er den beiden Jugendfreunden.
Den Zuschauern hat es gefallen. Theater unter freiem Himmel hat doch immer seinen besonderen Reiz. Wespenattacken und Telefonklingeln wurden von den Akteuren spontan und gekonnt pariert. Und die noch recht warme Nachmittagssonne erleichterte es, den Schauspielern einige überflüssige Hüllen fallen zu lassen.
Vielen Dank auch an den Regisseur Sebastian Richter für diese kurzweilige und humorvolle Inszenierung.

 

Konzert mit Harfe
Das war ein stimmungsvoller Sonntagabend im sommerlichen Garten. Jeanine Vahldiek verzauberte mit ihrer Harfenmusik das Publikum. Begleitet und untermalt wurde sie von ihrem Partner, Steffen Haß, an verschiedenen Rhythmusinstrumenten. Wer ein klassisches Harfenkonzert erwartet hatte, wurde überrascht von der Vielfalt der Klänge, die mit diesem Instrument erzeugt werden können. Die oft sphärischen Klänge fügten sich wunderbar in die von Vogelgezwitscher erfüllte Abendstimmung des Parks. Aber auch rhythmische Stücke, die die Vorliebe der Künstler zur afrikanischen Musik erkennen ließen, beschwingten die Zuhörer. Nach zwei Zugaben erklärten die beiden Künstler, dass sie gerne wieder einmal für ein Konzert zu uns in den Garten kommen würden. Die Zuhörer unterstützten dies mit ihrem Applaus.

 

Junk-Oper Struwwelpeter
Am 23. Juni kam es in Breidings Garten zu einem besonderen Ereignis. Philip Richert und Gregor Müller, beide Mitglieder des Schauspielensembles des Theaters Lüneburg, inszenierten die Junk-Oper „Struwwelpeter“ von P.McDermott, J. Crouch und M. Jacques.

Die Inszenierung überzeugte durch grosse Kreativität bei der Umsetzung der Motive von Heinrich Hoffmann angefangen bei den Requisiten, über die Kostüme bis zur Musik. Alle Schauspieler zeigten trotz des kühlen und immer wieder regnerischen Wetters große Spielfreude, Witz  und zusammen mit den Musikern vollen Einsatz. Die Texte waren vor allem den älteren Zuhörern aus der eigenen Kindheit noch gut bekannt und zauberten immer wieder ein Lächeln auf die Gesichter.

Leider kamen nur wenige Zuschauer in den Genuss dieser besonderen Aufführung. Vielen war es wohl zu kalt und nass. Sie haben definitiv etwas verpasst. Diese besondere und erfolgreiche Inszenierung soll aber weiter auf dem Spielplan bleiben. Ein Besuch bei vielleicht besserem Wetter und auch an einem anderen Ort ist auf alle Fälle zu empfehlen.

Nach der gelungenen Aufführung wurde zusammen mit dem ganzen Ensemble im Garten der Sieg der deutschen Fußballmannschaft an der WM herbeigezittert.

 

Workshop Landart

Am 16. Juni war Breidings Garten wieder einmal Veranstaltungsort für einen Landart Workshop. Professor der Kunst in Georgia, USA, Richard Curtis, ist im Moment Gast in der Künstlerwohnung in Soltau. Er konnte bei schönstem Wetter über 20 Kunstinteressierte mit verschiedenen Techniken vertraut machen.
So zeigte er, mit welchen Materialien natürliche Farben zum Malen gewonnen werden können.

Auch die wunderschönen historischen Fussbodenfliesen in der Villa inspirierten ihn zur Gestaltung eines gemeinsamen Bildes mit der Abriebtechnik.

Es war für alle Beteiligten ein Vormittag, an dem alle Sinne angesprochen wurden.
Vielen Dank Herr Curtis