Pflege der Rhododendren

Viel Arbeit und immer wieder Diskussionen gibt die Pflege des umfangreichen Rhododendronbestandes im Park.
Dazu muss erwähnt werden, dass diese Gehölzart nicht von Anfang an zum Konzept der Gartenanlage gehörte. Erst vor ca. 100 Jahren wurde sie aus Amerika mitgebracht und in den Garten eingeführt. Die meisten der Gehölze sind also schon 100 Jahre alt und haben eine beträchtliche Größe erreicht. Auch wenn sie Ende Mai mit ihrer spektakulären Blüte die Besucher faszinieren, müssen sie doch immer wieder Formschnitte erhalten.
Die Bestände werden sowohl in der Breite als auch in der Höhe reduziert. Die Reduzierungen sind erforderlich, weil sonst die Sichtachsen in der Parkanlage überwachsen und der Charakter der gesamten Anlage verändert würde. Die gekürzten Äste treiben sehr gut wieder aus. Daher wird nach einer gewissen Übergangszeit wieder ein harmonisches Bild entstehen.
Der Holzschnitt wird gehäckselt und als Bodenverbesserung auf dem Parkboden verstreut.

 

Wann werden die Wiesen gemäht?

Manche Besucher der Großen Gartens wundern sich über Bereiche im Park, in denen das Gras in die Höhe geschossen ist. Sollte das nicht langsam gemäht werden, damit es wieder ordentlicher aussieht?  Doch in Absprache mit dem BUND wird höchstens ein oder zwei Mal im Jahr gemäht. Die Erhaltung der Artenvielfalt ist das Ziel.

Das sollte an dieser Stelle erklärt werden. Bei jeder Mahd können bis zu 80 % der darin vorkommenden Arten getötet werden. An einer Wildbienenexkursion im Garten gab der Referent den Teilnehmern vier Tipps zum Erhalt der Artenvielfalt auch im eigenen Garten:
– ungemähte Grasinseln stehen lassen,
– frühmorgens oder spätabends Mähen (dann sind weniger Insekten unterwegs),
– von innen nach außen mähen, um den Insekten Fluchtmöglichkeiten zu lassen,
– den Rasen in verschiedenen Etappen mähen. Erst die eine Hälfte und am nächsten Tag die andere Hälfte.
Vier Vergnügen beim Entdecken der Artenvielfalt.