Beim letzten Arbeitseinsatz wurden Lindenschösslinge in der Lindenallee entfernt. Die Bäume hatten am Wegesrand mächtig ausgetrieben. Verschiedene Mitglieder des Vereins kamen zum Schneiden und die Freunde aus Stellichte und Visselhövede halfen beim Aufladen. Die Arbeit ist aber noch lange nicht erledigt. Beim nächsten Treffen am 3. September wird weiter geschnitten.

Am ersten Dienstag im Juli gab es ein besonderes Ereignis zu feiern. Klaus Kistner, vom Heilpädagischen Heim Dr. Kruse in Stellichte, begleitete seine Gruppe zum letzten Mal zum Arbeitseinsatz in Breidings Garten. Er wurde Ende Juni pensioniert. Vor vier Jahren stellte er an der Jahreshauptversammlung zusammen mit Jürgen Rymarczyk vom Vorstand des Vereins ein Projekt für  gelebte Inklusion mit behinderten Menschen in Breidings Garten vor. Das Projekt basiert auf dem Konzept des Vereins Arbeit und Begegnung e.V.  http://www.arbeit-und-begegnung.de
Seitdem finden jeden ersten Dienstag im Monat Arbeitseinsätze im großen Garten statt, an denen Mitglieder des Vereins und eine Gruppe geistig und körperlich beeinträchtigter Menschen und ihre Betreuer aus Stellichte  teilnehmen. Seit einem Jahr hat sich auch noch eine Gruppe der Rotenburger Werke aus Visselhövede unter der Leitung von Rüdiger Klingner angeschlossen.
Und dieses Mal war es das letzte Mal für Klaus Kistner. Der Vorstand des Vereins bedankt sich ganz herzlich für sein geleistetes Engagement und wünscht ihm weiterhin alles Gute.
Foto Manfred Wicke Heidekurier
Seine Nachfolgerin, Tina Mantovani, haben er und seine Kollegin, Frau Martin, schon gut eingeführt. Der Weiterführung des Inklusionsprojektes steht also nichts im Wege.

Der nächste Termin ist am Dienstag, 6.8.2019 um 10:00 Uhr.
Treffpunkt an der Villa. Alle Mitglieder und Interessierte sind hierzu herzlich eingeladen, um mit anzupacken. Es gibt immer eine Menge zu tun.

Diese Bild ist beim letzten Arbeitseinsatz am 2.4.2019 entstanden.

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Im Mai und im Juni 2018 beteiligte sich eine 10. Klasse des Gymnasiums Soltau an den Arbeitseinsätzen im Park.
So äusserten sie sich über das Erlebte:

Breidings Garten
Im Rahmen des Inklusionsprojekts haben wir als Klasse an zwei Projekttagen im Mai und Juni 2018 zusammen mit Betreuten aus dem Heilpädagogischen Heim Dr. Kruse in Stellichte und ihren Betreuern – die zuvor schon einmal zu einem Kennenlerntreffen bei uns im Unterricht gewesen waren – in Breidings Garten Gartenarbeit geleistet.

Das erste Treffen begann mit einer Führung durch das Gelände von Breidings Garten (ohne die Personen aus Stellichte).

Nach einer kurzen Einführung, wie man sich verhalten sollte, kamen die Personen aus Stellichte und wir schnitten gemeinsam mit den Betreuten die Äste der Baumallee kurz.
Beim ersten Mal war die Zusammenarbeit zwischen den Betreuten und uns nicht sehr ausgeprägt, da die Arbeit für viele von uns neu war und wir deshalb nicht wussten, wie wir die Betreuten integrieren sollten. Zwischendurch gab es zwar einige Momente, wo wir zusammenarbeiteten, aber hauptsächlich haben wir Schüler zusammengearbeitet und die Betreuten waren auch unter sich. Dieses Treffen hat unserer Meinung nach das Ziel des Projekts verfehlt.
Das zweite Treffen verlief nach dem selben Schema: Zuerst gab es eine Führung, dieses Mal gemeinsam mit dem Landschaftskünstler Hawoli durch seine Ausstellung.


Er hatte zumeist aus Findlingen und Eisen 3D-Bilder erzeugt und ihnen Namen gegeben. Er erzählte viel zu den Hintergründen seiner Werke, da er schon über 80 war und viel zu erzählen hatte. Nach der Führung kamen erneut die Menschen aus Stellichte. Diesmal wurden Äste auf der anderen Seite der Allee geschnitten.
Beim zweiten Treffen jedoch wurden Gruppen eingeteilt und jede Gruppe hatte einen Betreuer mit jeweils zwei Betreuten. Für einige Gruppen änderte sich dadurch nichts, da einige Betreute nicht direkt mitmachen konnten. Trotzdem glaube ich, dass sie freuten, dabei zu sein. In einigen Gruppen wurde aber gut zusammengearbeitet, was sowohl den Betreuten als auch uns gefiel. Durch diese Änderung kamen wir deutlich mehr und stärker mit ihnen in Kontakt, wodurch dieses Projekt am Ende doch noch zu einem Inklusionsprojekt wurde.
Beide Treffen wurden mit einem gemeinsamen Frühstück und einem abschließenden Fazit beendet.
Alles in Allem hätte man von Anfang an Gruppen einteilen sollen, damit es zu mehr Kontakt und Erfahrungen gekommen wäre.
Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass das Projekt gut war, da wir neue Erfahrungen gesammelt und die Betreuten sich bestimmt auch gefreut haben.
(Nina, Leon und Jannis)

Wir hatten nun im Rahmen eines Inklusionsprojekts zwei Begegnungen mit Menschen mit mehr oder weniger ausgeprägten Behinderungen. Mir persönlich hat diese Erfahrung etwas gebracht. Es war eine gute Erfahrung, mit eingeschränkten Menschen etwas im Garten zu arbeiten. Mit der Zeit merkte man, wie man am besten mit ihnen umgeht und gut mit ihnen klarkommt. Außerdem sieht man, dass die „Behinderten“ auf ganz unterschiedliche Arten eingeschränkt sind und dementsprechend auch unterschiedliche Aufgaben bewältigen können.
Allgemein habe ich die Erfahrung gemacht, dass man problemlos mit einigen arbeiten kann, wenn man ihnen, auf freundliche Art und Weise, sagt, was sie tun können. Es war ebenfalls sehr hilfreich ihnen einfach vorzumachen, was zu tun war.


Ich hatte bisher noch nicht so viele Erfahrungen mit Behinderten, so dass ich das Projekt sinnvoll fand. Trotzdem wäre es vielleicht sinnvoller, das Projekt über einen längeren Zeitraum, z.B. eine Woche am Stück, zu machen. So würde man sich besser kennenlernen und es wäre gegen Ende noch einfacher, aufeinander zuzugehen.
(Jonas)